
(Foto: Morgott, Robert) Gauschützenmeister Markus Nerb (hintere Reihe, 5. von links) mit seinem Team und dem neu gewählten Stellvertreter Michael Steiger (hintere Reihe, 6. von links)
Pfahldorf – Der Schützengau Eichstätt hat seine diesjährige Jahreshauptversammlung im Schützenhaus des SV Jurahöhe Pfahldorf abgehalten. Zahlreiche Schützenmeister und Delegierte aus den angeschlossenen Vereinen folgten der Einladung und füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Die Versammlung stand im Zeichen eines ausführlichen Rückblicks auf das vergangene Sportjahr, wichtiger organisatorischer Weichenstellungen sowie der Nachwahl eines stellvertretenden Gauschützenmeisters.
In seinem Bericht informierte Gauschützenmeister Markus Nerb über die jüngste Gauschützenmeistertagung. Dort hatte er angeregt, den Schützentag des Mittelfränkischen Schützenbundes künftig im zweijährigen Rhythmus abzuhalten – abwechselnd mit dem Bayerischen Schützentag. Dieses Anliegen fand jedoch keine Mehrheit. Stattdessen wird derzeit diskutiert, den MSB Tag künftig auf zwei Tage zu verkürzen, um den organisatorischen Aufwand zu verringern. Der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) prüft derzeit, inwieweit Ausnahmegenehmigungen von Alterserfordernissen für Kinder künftig direkt in der Zentralen Mitgliederverwaltung (ZMI Client) hinterlegt werden können. Ziel ist es, eine einheitliche und nachvollziehbare Dokumentation zu schaffen, die auch für die Aufsichtsführenden Behörden als ausreichend gilt. Eine solche technische Lösung würde die Vereine entlasten und den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren. Weiter berichtete Nerb, dass der Schützengau Eichstätt im Jahr 2027 sein 100 jähriges Jubiläum feiern wird, voraussichtlich im Rahmen eines festlichen Gauehrentags. Für das Jahr 2028 ist nach aktuellem Stand die Ausrichtung des MSB Tags im Gaugebiet vorgesehen. Für das Jahr 2026 kündigte er weitere Aktivitäten des Schützengaus an. So wird der Gau erneut einen Bus zum Oktoberfest Landesschießen organisieren, um den Schützinnen und Schützen eine gemeinsame und unkomplizierte Teilnahme zu ermöglichen. Beim Trachten- und Schützenzug des Münchner Oktoberfests wird 2026 als offizieller Vertreterverein des Mittelfränkischen Schützenbundes (MSB) die Königlich privilegierte FSG 1736 Pfalzpaint mitmarschieren. Die Nominierung gilt als besondere Auszeichnung und stellt einen Höhepunkt im Vereinsjahr dar. Eine weitere Herausforderung für den Schützengau ist die Neuaufstellung des Leistungsvereins SSG Jura Altmühl. Um die Strukturen zu stärken und die sportliche Arbeit zukunftsfähig auszurichten, wurden bereits erste Schulungen für Funktionsträger und Trainer angeboten. Zudem wird derzeit die Satzung der SSG überarbeitet, um sie an aktuelle Anforderungen anzupassen und klare organisatorische Rahmenbedingungen zu schaffen. Als weiteres Thema sprach Nerb die Öffentlichkeitsarbeit des Schützengaus an. Insbesondere der Instagram Kanal biete noch deutliches Verbesserungspotenzial. Ziel müsse es sein, die Aktivitäten des Gaus zeitgemäßer und regelmäßiger zu präsentieren, um sowohl Mitglieder als auch die Öffentlichkeit besser zu erreichen. Positiv hob der Gauschützenmeister die Mitgliederentwicklung im Schützengau hervor. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte der Gau 7.519 Erstmitglieder – ein Zuwachs von 102 Schützinnen und Schützen gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfreulich ist der Anstieg im Schüler- und Jugendbereich, auf den 54 neue Mitglieder entfallen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Nachwuchsarbeit in den Vereinen weiterhin Früchte trägt. Der Kassenbericht, vorgetragen von der Schatzmeisterin Bianca Nieberle schloss mit einem negativen Ergebnis ab. Hauptursache dafür sind die hohen Kosten des Sportbetriebs, der mit rund 24.000 Euro zu Buche schlägt. Trotz großer Beliebtheit und hoher Teilnehmerzahlen verursacht das Volksfestschießen auch ein großes finanzielles Minus im Haushalt. Die Veranstaltung bleibt zwar ein sportlicher und gesellschaftlicher Erfolg, stellt den Gau finanziell jedoch weiterhin vor Herausforderungen. Im Anschluss an den Kassenbericht erhielten die Spartenleiter und Referenten die Gelegenheit, ihre jeweiligen Fachberichte abzugeben. Gausportleiter Jörg Wenninger konnte der Versammlung erfreuliche Entwicklungen präsentieren. Die Teilnahme an den Gaumeisterschaften zeigt weiterhin eine klare Aufwärtstendenz, was die positive Stimmung im Schützengau zusätzlich unterstreicht. Besonders hervorzuheben sind die sportlichen Erfolge auf Bundesebene. Der SV Hubertus Hitzhofen/Oberzell behauptete sich in der 1. Bundesliga Süd mit der Luftpistole und sicherte souverän den Klassenerhalt. Ebenso erfolgreich zeigte sich die Kgl. priv. FSG Titting, die in der 2. Bundesliga Süd Luftgewehr ebenfalls den Ligaverbleib feiern durfte. Die Vergabe der Gauschießen für die kommenden drei Jahre ist bereits abgeschlossen. Im Jahr 2027 übernimmt der SV Morsbachtal Morsbach die Ausrichtung – passend zum 75 jährigen Vereinsjubiläum. Ebenfalls ihr 75 jähriges Bestehen begeht der SV Jurahöhe Rupertsbuch, der im Jahr 2028 das Gauschießen ausrichten wird. Im Jahr 2029 feiert die SG Hubertus Pfünz ihr 100 jähriges Jubiläum und wird dieses besondere Ereignis mit der Durchführung des Gauschießens bereichern. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde die Nachwahl eines stellvertretenden Gauschützenmeisters durchgeführt. Die Schützenmeister und Delegierten sprachen Michael Steiger vom SV Hubertus Hitzhofen/Oberzell einstimmig ihr Vertrauen aus und wählten ihn in dieses Amt. Steiger übernimmt damit künftig Verantwortung im Führungsteam des Schützengaus und unterstützt die Arbeit des Gauschützenmeisters. - mr
