Bei der Druckluft-EM in Hamar räumte das deutsche Juniorenteam zum Schluss mächtig ab: Gold für die Luftgewehr-Junioren mit Simon Bauer, Nils Palberg und Tom Barbe.

 

Im Einzelwettbewerb hatte Bauer mit 616,4 Ringen Rang 34 belegt, und damit den Finaleinzug um etwa sechs Ringe verpasst.

Im Teamwettbewerb, in der kleinen Olympiahalle, in Hamar gelang dem Debütanten der große Wurf.

 

Das Goldfinale gegen die Italiener war nichts für schwache Nerven. Denn das DSB-Trio kam schwer in die Gänge, die Nervosität und der Druck schien zu groß. Nach drei Durchgängen hieß es 0:6, weil zwei der drei deutschen Schützen stets eine Neunerwertung schossen. Die Initialzündung für die Aufholjagd gab Simon Bauer, als er mit einer 10,9 die ersten deutschen Punkte sicherte.

Von da an lief es für das DSB-Trio, das beim 10:10 erstmals ausgleichen und beim 12:10 erstmals in Führung gehen konnte. Zwar konnten die Italiener nochmals gleichziehen (13:13), aber nach zwei weiteren Durchgängen und Erfolgen lautete das Ergebnis 17:13 für Deutschland.

Jubel auf der Tribüne bei der deutschen Delegation und Umarmungen der drei neuen Europameister. Die Anspannung von Bundestrainerin Claudia Kulla war groß und es war zuerst ungläubiges Kopfschütteln, dann aber herrschte große Freude.

Die Teamkollegen und Simon Bauer waren überglücklich. Sie hatten nicht mit der Goldmedaille gerechnet. Aber sie haben die Nerven bewahrt und gezeigt was sie können.

Die Qualifikation hatten die DSB-Junioren auf dem starken dritten Platz beendet (933,6 Ringe, Italien schoss einen neuen Europarekord) und sich in der zweiten Qualifikationsphase Platz zwei (620,9 Ringe) hinter den Italienern und somit den Einzug in das Goldfinale gesichert.

Und Simon meinte: „Wir hatten eine Riesen-Gaudi! Wir hatten nicht so richtig daran geglaubt, gegen die Italiener eine Chance zu haben, weil sie sehr stark geschossen hatten. Aber wir haben alles aus uns herausgeholt. Das Finale war eine sehr geile Erfahrung!“

Es war sein erster Einsatz im Nationalteam Deutschland, mit einem herausragenden Erfolg.

An Bildschirmen und Smartphones fieberten die Sportschützenfreunde und Familie von Simon mit. Es war nervenaufreibend, aber jede Sekunde wert! Die Aufregung bei den Hubertusschützen Hofstetten war riesengroß. „Wir sind Europameister!“ wurde rundherum gesendet und gechattet. Schützenmeister Peter Leibhard und seine Frau Antje waren sofort am Organisieren einer „Willkommen Party“ für Simon. Im Schützenverein liefen die Vorbereitungen, es wurden Banner und Plakate geklebt.

Beim großen Empfang, am Haus der Bauers, wurde der Europameister gebührend gefeiert. Die Sportschützen, Bürgermeister, Familie und das bewährte Trainerteam beglückwünschten den Goldmedaillen Gewinner.